Die Unruhen im Iran erreichen eine beispiellose Eskalation.
Iran steht derzeit unter starkem innen- und außenpolitischem Druck. Die Proteste haben sich auf 31 Provinzen ausgeweitet. Dies stellt die größte Herausforderung für das iranische Regime seit Jahren dar. Am Donnerstag beschlossen die Behörden, die Kommunikationsverbindungen zu unterbrechen, um internationale Einmischung in diese lebensbedrohliche Krise zu verhindern.
US-Präsident Donald Trump drohte den Behörden mit dem Einsatz von Gewalt gegen die Protestierenden. Berichten von Menschenrechtsorganisationen zufolge wurden jedoch schätzungsweise 500 Menschen, darunter mindestens neun Kinder, getötet. Trump erklärte daraufhin gegenüber Medienvertretern an Bord der Air Force One, die USA erwögen militärische Optionen. Die USA gaben außerdem an, der Iran wolle über die von den USA ausgesprochenen Drohungen verhandeln.
Was ist der Grund für die Proteste?
Die hohe Inflation führte dazu, dass die Basarhändler ihre Gewinne einbüßten und ihre Geschäfte nicht mehr finanzieren konnten. Die Preise für Grundnahrungsmittel wie Speiseöl und Hühnerfleisch stiegen massiv an. Zudem initiierte die Zentralbank ein Programm, das es der Bevölkerung erschwerte, Dollar zu günstigeren Preisen als der Rest des Marktes zu erwerben. Dieser Druck schürte den Zorn der Basarhändler.
Die Unruhen begannen vor zwei Wochen in Teheran und breiteten sich auf 180 Städte aus. Die Protestierenden fordern einen Regimewechsel aufgrund von Fehlentscheidungen, die der Bevölkerung geschadet haben.
Die Reformregierung kündigte an, monatlich 7 US-Dollar an alle Bürger auszuzahlen. Diese Hilfe deckte den Bedarf der Bevölkerung nicht.
Die Unruhen sind die größten seit 2022, als die 22-jährige Mahsa Amini von der Religionspolizei ermordet wurde. Dies veranlasste viele Frauen, den Slogan „Frauen, Leben, Freiheit!“ zu skandieren.
Angesichts der Armut und ethnischen Ungleichheit in der Bevölkerung skandierten sie: „Tod Khomeini!“
Was ist das Besondere an diesen Protesten?
Diese Bewegung wurde von den Basarhändlern initiiert, die traditionell als regimetreue Anhänger gelten. Sie spielen eine entscheidende Rolle in den politischen Bewegungen Irans.
Die Situation hat sich so weit zugespitzt, dass die Regierung jeden, der gegen das Regime ist, als „Moharebeh“ bezeichnet und mit Verfolgung bedroht.
Wie waren die Beziehungen zwischen Ägypten und Iran?
Es sind lange und komplizierte Beziehungen. Im 20. Jahrhundert verbesserten sich die Beziehungen unter dem Pahlavi-Schah, unter anderem durch die Heirat zwischen Prinzessin Fawzia von Ägypten und dem Schah von Iran.
1960 wurden die diplomatischen Beziehungen abgebrochen, nachdem der Iran den Staat Israel anerkannt hatte, was die damalige ägyptische Führung verärgerte.
1979 waren die diplomatischen Beziehungen, insbesondere nach dem Ausbruch der Islamischen Revolution, stark eingeschränkt.
Beide Länder unterhielten keine vollen diplomatischen Beziehungen, sondern lediglich Interessenvertretungen anstelle von Botschaften.
In letzter Zeit zeigen sich beide Seiten offen für eine Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen, gehen dabei aber vorsichtig vor.
In der Al-Rifai-Moschee befinden sich die Gräber von Mitgliedern der iranischen Königsfamilie. Wir empfehlen Ihnen unsere klassischen Rundreisen, Sparreisen, Osterreisen, Pauschalreisen und Landausflüge! Wir bieten Ihnen beste Preise und erstklassigen Service.

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