Kairo freut sich auf die Stärkung der Beziehungen zum Sudan.

 Am Donnerstag empfing der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi den Vorsitzenden des sudanesischen Souveränitätsrats, um die Krise im Sudan zu erörtern und die Beziehungen zwischen den beiden Ländern in verschiedenen Bereichen zu stärken.

Das Treffen fand im Ittihadiya-Palast statt. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Entwicklungen im Sudan sowie die internationalen und regionalen Bemühungen zur Beendigung des Krieges und zur Stabilisierung des Landes. Der ägyptische Präsident betonte zudem die Ablehnung jeglicher Bestrebungen Ägyptens, die die Sicherheit des Landes gefährden oder eine Parallelregierung zur legitimen sudanesischen Regierung bilden könnten.


Doch wie gestalteten sich die diplomatischen Beziehungen zwischen den Ländern?

Im April 2023 brach ein Bürgerkrieg zwischen der sudanesischen Armee und der parlamentarischen Unterstützungsgruppe, bekannt als Rapid Support Force (RSF), aus. Der Konflikt forderte Zehntausende Tote und führte zu einer humanitären Krise. Diese Instabilität beunruhigt Ägypten, da sie die eigene Sicherheit und die Grenzregionen beeinträchtigt.

Ägypten unterstützte die vom Krieg betroffenen sudanesischen Zivilisten durch Flüchtlingshilfe. Daher leben heute viele Sudanesen in Ägypten.

Beide Länder haben sich auf Projekte zum Wiederaufbau der Infrastruktur im Sudan geeinigt. Langfristig sind unter anderem eine Eisenbahnverbindung zwischen Ägypten und dem Sudan geplant, um Handel und Mobilität nach Stabilisierung der Lage zu verbessern.

Doch welche Rolle spielte der Sudan im Alten Ägypten?

Nördlich des Sudan lag Nubien. Es war reich an Gold, Elfenbein, Vieh und Sklaven und daher für Ägypten von großer Bedeutung.

Im Laufe der Jahre wandelte sich die Beziehung von friedlichem Handel zu Herrschaft. Die Nubier lieferten Gold und Luxusgüter, während die Ägypter Getreide und Kunsthandwerk handelten. Später strebte Ägypten die direkte Kontrolle über Nubiens Gold an und marschierte daher mit seinem Heer nach Süden.

Im Mittleren Reich errichteten die alten Ägypter Festungen in Nubien, und im Neuen Reich kontrollierte Ägypten den nördlichen Sudan vollständig. So entstanden Tempel, und die ägyptische Kultur verbreitete sich.

Nachdem das Alte Ägypten an Macht verlor und der Sudan an Einfluss gewann, fiel das Königreich Kusch, dessen Zentrum im Sudan lag, 750 v. Chr. in Ägypten ein. Sie sind als die 25. Dynastie und die sogenannten Schwarzen Pharaonen bekannt. Zu den berühmtesten Schwarzen Pharaonen zählen Piye, Taharqa und Schabaka.

Im Sudan wurden viele ägyptische Götter verehrt, insbesondere Amun-Re. Die Sudanesen schrieben auch in Hieroglyphen. Sie errichteten Pyramiden in Napata und Meroe. Diese sind zwar kleiner, aber zahlreicher als die ägyptischen.

Nachdem die Sudanesen Ägypten verlassen hatten, blieb das Königreich Kusch mächtig, und seine Hauptstadt Meroe entwickelte sich zu einer bedeutenden Stadt. Sie entwickelten ein eigenes Schriftsystem und eine eigene Kultur. Der Sudan erblühte zu einer eigenständigen, hochentwickelten Zivilisation.

Diese Geschichte ist bedeutsam, da sie zeigt, dass beide Länder über Jahrtausende eng miteinander verbunden waren. Die Macht floss in beide Richtungen. Diese gemeinsame Geschichte prägt die kulturelle Identität im Niltal bis heute.

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